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Deutsches Rotes Kreuz - Kreisverband Ulm e.V.

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Erlebnispädagogig für Schüler Drucken
erllebnispdagogig.jpg „Nur nicht loslassen“

Das Deutsche Rote Kreuz bietet erlebnispädagogische Aktionen an. Die fünfte Klasse des Einstein-Gymnasiums erlebte ein dynamisches Programm im Wiblinger Wald. Dabei kam es auf Teamfähigkeit an.

Die „Klettermaxe” vom Albert-Einstein-Gymnasium hatten ihren Spaß.

„Es ist ganz schön wackelig”, sagt Sina und balanciert zusammen mit ihrem zwölf Mann starken Schülerteam über nasse Baumstämme, ohne den Boden zu berühren. Die Aufgabe: Sie müssen sich an den Händen halten, nicht loslassen und dabei Gummi-Hühner einsammeln. Was sich nach einem Kinderspiel anhört, ist viel mehr. Dahinter steckt ein ausgetüfteltest Konzept der Jugendarbeit vom Deutschen Roten Kreuz (DRK).
 
Denn der Wohlfahrtsverband macht mehr als Blutspenden annehmen oder Leben retten. Barbara Rösch, Fachreferentin für Jugendarbeit des DRK Ulm, bietet seit kurzem für Schulen ein erlebnispädagogisches Angebot an, dass die Entwicklung sozialer Kompetenzen unterstützen soll. Seit zweieinhalb Jahren ist sie im Bereich Schularbeit tätig. Die Erlebnispädagogik ist nun ein neues Zusatzangebot. Rösch entwickelte ein Konzept in Form eines Erlebnistages im Wald, bei dem die Schüler gemeinsam aktiv Aufgaben lösen sollen. Ziel ist die Förderung sozialer Kompetenzen, Bewegung und Stärkung des Selbstbewusstseins. „In erster Linie soll es Spaß machen. Die Schüler sollen erkennen, wie man vernünftig miteinander umgeht. Sie sollen als Gruppe Aufgaben lösen und sich gegenseitig helfen”, erklärt Rösch.
 
Ein passender Ort dafür ist der Wiblinger Wald. Die Klasse 5a des Albert-Einstein-Gymnasiums hat viel Spaß auf ihrem Erlebnistag. Während die eine Klassenhälfte auf dem Bolzplatz mit Lauf- und Wahrnehmungspielen beschäftigt ist, versuchen die anderen gemeinsam Geschicklichkeitsaufgaben zu lösen. Im Rahmen einer Geschichte sollen sie ihrem kranken König ein wichtiges Medikament bringen und müssen sich dafür auf Abenteuertour begeben. Doch dass mit dem „gemeinsam eine Lösung finden” funktioniert noch nicht so recht. Die zwölf Schüler rufen und schreien an der Moorhuhn-Station durcheinander und brauchen mehrere Anläufe zur Aufgabenbewältigung. „Es hat nicht so gut funktioniert, weil wir uns nicht abgesprochen haben und unkonzentriert waren”, sagt die zehn-jährige Lara Haußer. Ruben Benekes Fazit: „Jetzt wissen wir, wie wir es besser machen müssen.”
 
Die Schüler lassen nicht locker, einige Stationen weiter funktioniert es viel besser. Indem sie sich absprechen, die Stärkeren den Schwächeren helfen und sich gegenseitig auffangen, sind die Schüler erfolgreich. „In der Schule können wir auch dem anderen helfen, wenn er Probleme hat” sagt Malte Schmid und Daniela Anderer meint: „Wenn wir demnächst mal Streit haben, können wir uns an den Waldtag erinnern. Denn da hat es funktioniert.”
 
So ein Erlebnistag stärkt nicht nur die Klassengemeinschaft. „Er ist eine Chance, andere pädagogische Methoden mittels Seilkonstruktionen oder ähnliches auszuprobieren”, erklärt Lehrerin Alexandra Lipp. Rücksicht und Gespür für den anderen seien einfach wichtig.
 
„Es ist toll zu beobachten, wie sich die Schüler im Laufe des Tages entwickeln”, resümiert Rösch vom DRK. Und am Ende der Abenteuerreise bekommt der König auch sein rettendes Medikament.


Quelle: Südwest Presse Ulm, Saskia Gamradt, jo
Foto: Maria Müssig

noch mehr: unter www.nuas.de

 

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